Baccarat: allgemeine Informationen und Wahrscheinlichkeiten

In Internet stehen interessierten Spielern sowohl Baccarat (‘ba-ka-ra ausgesprochen), seine neuere Version Baccarat à un tableau oder Chemin de fer (auch nur Chemin de fer genannt), Punto Banco, eine Kombination aus den beiden, sowie Mini Baccarat zur Verfügung. Baccarat, das in Landcasinos in einem separaten Bereich gespielt wird, ist eines der ältesten Glücksspiele, die ihren permanenten Platz in Casinos fanden. Das Spiel ist in Asien extrem beliebt und kann zweifelsohne als King of Macau bezeichnet werden.

Was die Spielregeln betrifft, gehört Baccarat zu den einfacheren Casinospielen. Interessanterweise ist Baccarat ein Spiel mit hohen Einsätzen, das sich für High Roller eignet – eventuell aufgrund der einfachen Spielregeln? Vielleicht. Doch noch wichtiger ist, dass Baccarat immer schon sehr viele High Roller anzog und einen der niedrigsten Hausvorteile im Casino bietet. Abhängig von der Anzahl der verwendeten Kartenstapel, kann der Hausvorteil zwischen 1,01% (Banker-Wette mit einem Kartenstapel) und 15,75% (Tie-Wette mit 1 Kartenstapel) variieren.

Im Allgemeinen haben Spieler mit weniger Kartenstapeln die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit, da allerdings die Tie-Wette bei weniger Kartenstapeln einen steigenden Hausvorteil aufweist, sind die Unterschiede relativ gering. Zwei Faktoren, die den Hausvorteil senken können (aber selten vorkommen) sind eine Kommission unter 5% auf die Banker-Wette und eine Wahrscheinlichkeit von 9:1 für die Tie Wette (normalerweise 8:1).

In einem Landcasino können bis zu 14 Spieler und 3 Geber an einem Baccarat-Tisch sitzen. Eine der Regeln des Spiels ist es, dass der Kartenschlitten des Gebers („Shoe“) nach jedem Blatt zum nächsten Spieler wechselt. Solange der Banker gewinnt (der Spieler, der gibt, spielt traditionell als Banker), bleibt der Kartenschlitten bei diesem Spieler, bzw. dem Banker. Verliert der Banker seine Wette, wird der Kartenschlitten an den nächsten Spieler weitergegeben, der entweder die Rolle des Bankers übernehmen oder den Kartenschlitten wiederum an den nächsten Spieler weitergeben kann. Beim Online Baccarat sind nur ein Spieler und der Geber präsent (außer es wird ein Multiplayer-Spiel gespielt). Bei jedem Blatt hat der Spieler die Möglichkeit, auf den Banker, den Spieler oder ein Unentschieden (Tie) zu wetten.

In Online Casinos unterscheidet sich das Setup geringfügig. Falls man nicht Multiplayer Baccarat spielt, sitzen nur ein Spieler und ein Geber am Tisch. Bei jedem Blatt hat der Spieler die Gelegenheit, auf den Banker, den Spieler oder ein Unentschieden (Tie) zu setzen.

Die Banker Wette liefert den geringsten Hausvorteil (1,06% bei Spielen mit 6/8 Kartenstapeln), man sollte allerdings bedenken, dass eine Provision (Vig) in Höhe von 5% für alle gewonnenen Banker-Wetten erhoben wird. Das erhöht zwar den Hausvorteil der Banker-Wette, im Vergleich zur Spieler-Wette (1,24%) und der Tie-Wette (14,44% mit 6 Kartenstapeln) liefert die Banker-Wette dennoch den geringsten Hausvorteil. In einem Landcasino sollte man sicherstellen, dass am Ende der Partie einige Jetons übrig bleiben, da man dem Geber die Provision (Vig) bezahlen muss. In einem Online Casino wird diese Provision automatisch abgezogen.

Das Auszahlungsverhältnis für gewonnene Banker-Wetten beträgt 19:20 (minus 5% Vig). Gewonnene Spieler-Wetten werden 1:1 ausbezahlt. Tie-Wetten zahlen hingegen 8:1 (in seltenen Fällen 9:1) aus.

Setup des Spiels und Spielmodus:

In der unten stehenden Abbildung eines Baccarat Tisches sieht man, dass es der erste Schritt ist, eine Wette zu wählen. Nachdem man sich entweder für die Banker-, Spieler- oder Tie-Wette entschieden hat, muss man einen Betrag wählen, den man setzen möchte. Das Tischlimit ist im oberen linken Bereich des Tisches zu finden – in diesem Fall beträgt der Mindesteinsatz $5. Nachdem der Spieler seinen Einsatz gewählt hat, kann er einfach auf DEAL klicken, damit das Blatt von der Software gegeben wird.

Bacarrat Tisch

Ziel des Spiels und Regeln

Das Ziel des Spiels ist es, so nahe wie möglich an neun Punkte heranzukommen. Der Spieler kann sich nicht überkaufen, da die Blattwerte immer zwischen 0 und 9 liegen. Der Wert aller Zahlenkarten entspricht der aufgedruckten Zahl (auch als Pip-Wert bekannt). Asse sind 1 Punkt wert, während alle Bildkarten (Bube/Dame/König) 0 Punkten entsprechen. Der Blattwert wird berechnet, indem der Wert beider Karten addiert wird. Falls der Wert über 9 Punkten liegt, muss 10 subtrahiert werden, um den endgültigen Blattwert zu erhalten. Um die Berechnungen zu vereinfachen, reicht es aus, einfach die rechte Ganzzahl zu berücksichtigen. Der Anfangswert eines Blattes, das aus 7 und 9 besteht, ist zum Beispiel 16, wodurch das Blatt einen Wert von 6 hat. Bei Blättern, die 9 Punkte nicht überschreiten, sind keine weiteren Berechnungen nötig. Ein Blatt, das aus einer Dame und einer 3 besteht, ist zum Beispiel 3 Punkte wert.

Falls entweder der Spieler oder der Banker einen Blattwert von 8 oder 9 erspielen, müssen beide stehenbleiben (es werden keine weiteren Karten gezogen). Falls das aus den ersten beiden Karten bestehende Blatt des Spielers 5 Punkte oder weniger wert ist, wird eine dritte Karte gegeben. Bleibt der Spieler stehen (mit einer 6 oder 7), zieht der Banker eine weitere Karte, falls sein Blattwert 5 oder weniger beträgt. Falls der Spieler gezwungen ist, eine weitere Karte zu ziehen (hit), was bei 5 oder weniger Punkten der Fall ist, kann der Banker entweder eine weitere Karte ziehen oder stehenbleiben – das hängt vom Wert der dritten Karte des Spielers in Kombination mit dem Blattwert des Bankers ab. Die Werte werden von der Software automatisch tabellarisch dargestellt. Spieler, die sich für die exakten Kombinationen interessieren, finden auf der Baccarat-Seite des Wettgurus Michael Shackelford, alias Wizard of Odds, eine hervorragende Tabelle.

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